VR-Bank zieht positive Bilanz und sieht Potenziale für 2023

Betreutes Kundenvolumen erhöht sich auf 6,9 Mrd. Euro

14.01.2020

Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender VR-Bank Westmünsterland eG
Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender VR-Bank Westmünsterland eG

Westmünsterland. Das vergangene Geschäftsjahr hat erneut deutlich gezeigt: es ist wertvoll, einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben und genau dieser war die VR-Bank Westmünsterland für ihre Kunden und Mitglieder. Beim Jahrespressegespräch in Gescher betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Carsten Düerkop gemeinsam mit seinen Kollegen Matthias Entrup und Berthold te Vrügt: „Wir als regionale Genossenschaftsbank liefern die richtigen Antworten, Produkte und Dienstleistungen.  Dies spiegeln uns die Menschen unserer Region und das zeigen auch die Bilanzzahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr.“

Höheres Kundengeschäftsvolumen

Das betreute Kundengeschäftsvolumen stieg 2022 um 270 Mio. Euro (plus 4,1 Prozent) auf 6,9 Mrd. Euro. Es setzt sich zusammen aus 3,3 Mrd. Euro an Krediten und 3,6 Mrd. Euro an Geldanlagen der Kunden. Dieses nahezu ausgewogene Verhältnis verdeutliche erneut die Bedeutung der VR-Bank als genossenschaftliche Regionalbank: „Das uns anvertraute Geld investieren wir wieder in die Region, für Unternehmen und Privatkunden“, verweist Düerkop auf die Bedeutung des hinter dem Erfolg stehenden Geschäftsmodells, dessen Basis weiter die persönliche ganzheitliche ‚Genossenschaftliche Beratung‘ der rund 110.000 Kunden sei. Die Bilanzsumme erhöhte sich damit auf 3,47 Mrd. Euro (plus 6,4 Prozent).

Der Vorstand der VR-Bank bedankt sich in diesem Zusammenhang für das Vertrauen, das die Kundinnen und Kunden im Jahr 2022 der Bank wiederum entgegengebracht haben.

Matthias Entrup, Vorstand VR-Bank Westmünsterland eG
Matthias Entrup, Vorstand VR-Bank Westmünsterland eG

Gestiegenes Kreditgeschäft

Die Kreditnachfrage war aus Sicht der VR-Bank Westmünsterland auch 2022 gut. „Im vergangenen Jahr konnten wir die Investitionen unserer Kunden mit neuen Krediten in Höhe von 633 Mio. Euro begleiten“, betont Bankvorstand Matthias Entrup. Die gesamten Kundenforderungen belaufen sich auf 3,3 Mrd. Euro, ein Plus von 6,1 Prozent. „Das Wachstum stammt im Privatkundengeschäft überwiegend aus dem Bereich Baufinanzierungen“, erläutert Entrup. Die Nachfrage habe sich in der zweiten Jahreshälfte aber verändert. Aufgrund der gestiegenen Baukosten und erhöhten Zinsen ist die Nachfrage nach Neubaufinanzierungen im zweiten Halbjahr zurückgegangen. Deutlich mehr wurde hingegen in energetische Sanierungen und Modernisierung investiert. Entrup führt aus, dass trotz des unerwarteten Zinsanstieges im vergangenen Jahr verbunden mit steigenden Lebenshaltungskosten die Stückzahl der bearbeiteten Kreditanträge mit über 3.100 Stück nahezu auf dem Vorjahresniveau gelegen hat.

Im Firmenkundengeschäft war ein breites Investitionsgeschehen festzustellen, das zum Wachstum beigetragen hat. Bei den Förderkrediten für Wohnbau, Landwirtschaft und Gewerbe stieg der Bestand um 37 Mio. Euro (plus 4,8 Prozent) auf 813 Mio. Euro. „Konkret unterstützen wir zum Teil bereits seit Jahren unsere Kunden bei der Nachhaltigkeitstransformation, sei es die Finanzierung privater Photovoltaikanlagen, sei es die vielfältigen Weiterentwicklungen von Landwirten zu Energiewirten, um nur zwei Beispiele zu nennen.“

Für die gute wirtschaftliche Verfassung der Unternehmen spricht auch das nach wie vor geringe Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft. Lediglich durch temporäre zinsinduzierte Abschreibungen auf die Eigenanlagen wird in diesem Jahr das Bewertungsergebnis geprägt.

Positiver Trend bei Geldanlagen

Einen positiven Trend konnte Entrup auch bei den gesamten Kundengeldanlagen verzeichnen. Sie betragen zum Jahresende 3,6 Mrd. Euro. Insgesamt habe das private Geldvermögen zugelegt. Die Sparquote ist bei gestiegenen Lebenshaltungskosten von 15 auf 10 Prozent gesunken. Durch den Zinsanstieg im vergangenen Jahr gehört der Negativzins der Vergangenheit an. Aufgrund der hohen Inflationssituation ist der Bedarf für eine strukturierte Geldanlageberatung im vergangenen Jahr angestiegen.  Entrup betont: „Der Fokus der Anlageberatung liegt dabei insbesondere in dem langfristigen Vermögensaufbau und dem Kaufkrafterhalt. Außerdem ist eine verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen Geldanlagen unserer Kunden zu verzeichnen.“ Trotz der turbulenten Börsenentwicklung infolge des Krieges beläuft sich der Gesamtbestand an Wertpapieren und Fonds weiterhin auf über 1 Mrd. Euro.

Berthold te Vrügt, Vorstand VR-Bank Westmünsterland eG
Berthold te Vrügt, Vorstand VR-Bank Westmünsterland eG

Investitionen in die Region

Das operative Betriebsergebnis (vor Bewertung) bewegt sich mit 25 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Der gesamte Vorstand spricht den 374 hoch engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich seinen Dank aus. Aus dem Gewinn wird die Bank wiederum Mitglieder, Region und Eigenkapital stärken.

Die VR-Bank blickt trotz der veränderten Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft. Wichtige Potenziale unserer Region sieht sie in den vielen familiengeführten Unternehmen, dem guten Ausbildungsstand und dem zukunftsfähigen Branchenmix. Darüber hinaus wird die hohe Quote an erneuerbaren Energien in unserer Region zunehmend ein Standortvorteil werden. „Damit ist das Westmünsterland für den bevorstehenden Wandel gerüstet“, legt Berthold te Vrügt dar.

Bilanzgrafik 2022 der VR-Bank Westmünsterland
Bilanzgrafik 2022 der VR-Bank Westmünsterland