60 Interessierte beim Informationsabend „Wohnen im Baugebiet Burloer Straße West in Oeding“

18.06.2014

Südlohn-Oeding. Bürgermeister Christian Vedder sei froh, dass es nun endlich losgehen kann. Beim Informationsabend zum Baugebiet „Burloer Straße West“ in Oeding konnten er und Martin Schipper, Geschäftsstellenleiter der VR-Bank in Oeding rund 60 Interessierte im Burghotel Paß begrüßen. Unter www.suedlohn.de (> Gemeinde > Grundstücke) könne man sich sein Wunschgrundstück nicht nur ansehen und auswählen. Per Mausklick erhält man weitergehende Informationen zum Kaufpreis, zum Grund-stückszuschnitt und zur Verfügbarkeit.

Im Anschluss stellte Dirk Vahlmann, Leiter „Planen und Bauen“ bei der Gemeinde Südlohn, die Möglichkeiten der Bebauung vor. „Diese Informationen haben wir auch in einer Broschüre zusammengefasst. Alles, was für die Realisierung des Traumhauses auf dem Wunschgrundstück wichtig ist, wird dort aufgelistet“, so Vahlmann.

Da vielen Ratsuchenden auch die rechtlichen Aspekte beim Grund-stückskauf wichtig sind, wurde der Rechtsanwalt und Notar Karl-Heinz Mensing eingeladen. Er erläuterte den Anwesenden den wesentlichen Inhalt des mit der Gemeinde Südlohn über das Baugrundstück abzuschließenden Grundstückkaufvertrages. Anhand einer Musterberechnung erläuterte er, welche Kosten und Steuern beim Kauf eines Grundstückes auf den Bauherren zukommen. Er wies insbesondere darauf hin, dass für die Gemeinde eine Sicherungshypothek und eine Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen werden. Da die Sicherungshypothek an erstrangiger Stelle eingetragen wird, empfahl er den anwesenden Bauherren im Falle einer Finanzierung dieses Problem frühzeitig mit den beteiligten Banken abzuklären. Insbesondere bei auswärtigen Banken könne es hier zu Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen kommen. Den örtlichen Banken sei die Problematik bekannt.

Um das Finanzielle ging es anschließend auch in den Kurzvorträgen von Christoph Röttger und Dirk Brünemann, Baufinanzierungsspezialisten der VR-Bank. Aktuell betragen die monatlichen Zinskosten für ein Darlehen über 100.000 Euro im Schnitt rund 200 Euro. Im Jahr 2000 war der gleiche Baukredit weit mehr als doppelt so teuer. Für mindestens 15, besser sogar 20 oder mehr Jahre sollte man sich die Niedrigzinsen sichern. Gegenüber einem 10-Jahres-Kredit ist dies zwar geringfügig teurer, gerade in der jetzigen Zeit ist es aber sinnvoll, das sogenannte Zinsänderungsrisiko nach Ende einer Zinsfestschreibung zu reduzieren und somit böse Überraschungen in der Belastung zu vermeiden.

Dabei beruht eine solide Finanzierung auf drei Säulen:
1. Eigenkapital / Eigenleistung
2. Bankdarlehen / Hypothek / Bauspardarlehen
3. KfW-Darlehen / Öffentliche Mittel / Wohnriester


Wer die Riester-Förderung – 154 Euro Grundzulage plus 185 Euro pro Kind (bzw. sogar 300 Euro für ab 2008 geborenen Nachwuchs) – in die Baufinanzierung einbaut, ist schneller schuldenfrei und spart entsprechend. Die Finanzierungsvorteile für eine vierköpfige Familie können sich lt. Finanztest bei einem Darlehen von 200.000 Euro auf mehrere 10.000 Euro belaufen.  

Tipps zu den wichtigsten Versicherungen rund ums Eigenheim rundeten den Vortrag ab.

Die Bundesregierung hat die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) im letzten Jahr endgültig verabschiedet. Die energetischen Standards für Neubauten sollen demnach ab 2016 in einem Schritt um 25 Prozent steigen. Über die Neuerungen informierte Reinhold Zumbült, Diplom-Ingenieur und Immobilienspezialist die Teilnehmer.

Referenten des Informationsabends