Vermögen richtig vererben

Damit Ihr letzter Wille sicher erfüllt wird

Vermögen vererben

Kein Mensch macht sich gerne Gedanken um den eigenen Tod oder darüber, dass der geliebte Partner stirbt. Aber wer sein Vermögen in seinem Sinn vererben möchte, muss seinen Nachlass klar regeln. Das ist ein sehr persönliches und für viele Menschen deshalb auch sensibles Thema. Wir geben Ihnen hier wertvolle Informationen zu den Themen Erbschaft, Erbschaftssteuer und Testament.

Kontakt

Vererben

Verständlich erklärt: Erbschaft – erben und vererben

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken e.V. (BVR)

Profitieren Sie von unserem Know-how

Respekt und Vertrauen ist die Basis unserer Genossenschaftlichen Beratung, die Sie in allen Lebenslagen begleitet – in guten ebenso wie in schwierigen Zeiten. Gemeinsam analysieren wir mit Ihnen Ihre persönliche Vermögenssituation und helfen Ihnen, auf Grundlage der gesetzlichen Erbfolge Ihre individuellen Vorstellungen zu konkretisieren. Dabei stehen wir Ihnen zusammen mit erfahrenen Rechts- und Steuerberatern partnerschaftlich zur Seite. Gern binden wir auch Ihre Familie mit ein.

Im Todesfall

Sorgen Sie für den Todesfall vor

Im Todesfall kommen auf die Hinterbliebenen eine ganze Reihe Formalitäten zu, um die sie sich trotz ihrer Trauer kümmern müssen. Sie helfen Ihrer Familie, wenn Sie Ihre finanziellen Angelegenheiten vorher ordnen. Informieren Sie Ihren Partner, Ihre Kinder oder eine Person Ihres Vertrauens, wo Sie Ihre Unterlagen zu Versicherungen, zur Krankenkasse, zur Rentenstelle oder zu anderen Versorgungsträgern, zu Ihren Verträgen oder Mitgliedschaften aufbewahren. Denn Ihre Hinterbliebenen müssen sich dann um die Kündigungen kümmern. Auch die Steuererklärung des Erblassers muss bis Ende des Jahres abgegeben werden.

Nicht vergessen

Ihre Angehörigen benötigen Ihre Unterlagen von wichtigen Stellen wie der Krankenkasse, der Rentenstelle und anderer Versorgungsträger sowie von Versicherungen.

Checkliste für den Notfallordner

  • Persönliche Informationen
  • Kontaktdaten von Angehörigen
  • Testament
  • Depot-, Bank- bzw. Kontovollmachten und Informationen über Finanzen
  • Krankenakte, Organspendeausweis
  • Sensible Dokumente wie zum Beispiel die Geburtsurkunde
  • Verträge zu Mietwohnungen, Versicherungen
  • Informationen über Abonnements und Mitgliedschaften
  • Unterlagen zur Rentenversicherung, Lebensversicherung oder anderen Absicherungen
  • Informationen zur Steuererklärung

Konten, Kreditkarten und girocards sperren lassen

Ihre Vertrauensperson sollte auch darüber informiert sein, welche Konten, Depots und andere finanzielle Verbindlichkeiten Sie haben. Denn aus Sicherheitsgründen sollten Ihre Hinterbliebenen Bankkarten und Kreditkarten schnell sperren lassen.

Testament

Wann benötigt man ein Testament?

Die Entscheidung über Ihren Nachlass liegt in Ihrer Hand. Wenn Sie kein Testament oder Erbvertrag machen, entscheidet sich nach dem Gesetz, wie Ihr Erbe verteilt wird. Dann bestimmt im Wesentlichen der Verwandtschaftsgrad die Erbfolge:

  • Erben erster Ordnung sind Abkömmlinge des Erblassers wie Kinder, Enkel und Urenkel.
  • Erben zweiter Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge wie Geschwister, Neffen und Nichten des Erblassers.
  • Erben dritter Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge wie Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen des Erblassers.
  • Erben vierter Ordnung sind die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.
  • Erben fünfter und fernerer Ordnungen sind die entfernteren Voreltern des Erblassers und deren Abkömmlinge

Gesetzlicher Erbteil

Der Ehepartner bzw. der eingetragene Lebenspartner erbt nach dem Gesetz ein Viertel, wenn es Familienmitglieder der ersten Ordnung gibt. Neben Verwandten der zweiten Ordnung oder Großeltern erhöht sich der gesetzliche Anteil auf die Hälfte. Lebte das Ehepaar im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, erhöht sich der Anteil des überlebenden Ehegatten zusätzlich um ein Viertel.

Eigene Vorstellungen im Testament regeln

Gerade Menschen, die sich im Laufe ihres Lebens ein größeres Vermögen erarbeitet haben, möchten häufig selbst bestimmen, was nach ihrem Tod damit passiert. Wenn Sie eine andere als die vom Gesetz vorgesehene Aufteilung Ihres Vermögens wollen, müssen Sie Ihren letzten Willen schriftlich festhalten.

Wichtige Hinweise zum Testament

Sie können Ihr Testament entweder selbst verfassen oder einen Notar damit beauftragen, Ihren letzten Willen festzuhalten. Ehepartner können ein gemeinschaftliches Testament schreiben. Wichtig: Ein eigenhändig erstelltes Testament ist nur gültig, wenn der Erblasser es selbst handschriftlich geschrieben und unterschrieben hat. Achten Sie darauf, Ihr Testament in der Überschrift auch so zu benennen und unterschreiben Sie es mit Vor- und Nachnamen. Auch der Ort und das Datum sollten aufgeführt sein. Existieren mehrere Testamente, zählt immer nur das Testament m