Kundeninformationen

Fragen und Antworten zur aktuellen Lage

Wir verurteilen jegliche gewalttätige Auseinandersetzung zur Durchsetzung von Interessen.  Wir unterstützen die beschlossenen Sanktionen vollumfänglich und hoffen, dass schnellstmöglich eine Rückkehr an den Verhandlungstisch erfolgt.

Uns erreichen derzeit von Ihnen als Kunden und Anleger viele Fragen zu Auswirkungen auf die Marktentwicklung, Folgen für den Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft sowie zu Spendenmöglichkeiten. Nachfolgend erhalten Sie Antworten zu diesen aktuellen Fragen und Hinweise für Anleger.

Diese Seite wird regelmäßig für Sie aktualisiert.

Wie entwickelt sich unsere Wirtschaft? Steigt die Inflation?

Die Krise wirkt sich auf die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands über verschiedene Kanäle aus. Die massiv erhöhten Energiepreise stellen eine ernste Belastung dar, da sie die Kaufkraft der Privathaushalte und die Ertragslage der Unternehmen dämpfen. Mit dem anhaltenden Krieg ist auch das Risiko gestiegen, dass die Inflationsrate länger erhöht bleibt als anfangs erwartet. Auch geht der unmittelbare und mittelbare Handel mit Russland und der Ukraine merklich zurück. Zudem sind die zuvor bereits hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zuge der Eskalation des Konflikts nochmals gestiegen, mit dämpfender Wirkung auf das Investitionsklima. Insgesamt ist auch wegen der kriegsbedingt weiter erhöhten Materialknappheiten mit einem niedrigeren Wirtschaftswachstum hierzulande zu rechnen.

Als Reaktion auf gestiegene Energiepreise hat die Regierungskoalition zwei Entlastungspakete verabschiedet. Unter anderem wurden eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate, eine einmalige Energiepauschale von 300 Euro, vergünstigte Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Einmalzahlungen für Empfangende von Sozialleistungen beschlossen. Auch müssen Bundesbürger ab Juli die Ökostrom-Umlage nicht mehr zahlen. Für Pendler ist ab dem 21. Kilometer eine höhere Pauschale von 38 Cent rückwirkend zum Jahresbeginn vorgesehen. Für vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den in diesem Zusammenhang ergriffenen Sanktionen betroffene Unternehmen steht das KfW-Sonderförderkreditgramm UBR (Ukraine, Belarus, Russland) zur Verfügung.

Welche Auswirkungen gibt es auf den Euro?

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar etwas an Wert verloren, gravierende Änderungen im Außenwert des Euro sind aber bislang ausgeblieben. Für die leichte Abwertung sind vor allem die unterschiedlichen Konjunktur- und Zinsperspektiven verantwortlich. Der Ukrainekrieg wird die Konjunktur im Euroraum stärker dämpfen als in den USA. Entsprechend wird im Euroraum mit einer vorsichtigeren Straffung der Geldpolitik infolge der hohen Inflation gerechnet als in den USA. Für die Robustheit der europäischen Wirtschaft und damit auch für die längerfristige Stabilität des Euro spricht, dass die Euroraum-Staaten in der Krise geschlossen auftreten und gemeinsam scharfe Sanktionen gegenüber Russland ergriffen haben.

Was bedeutet die Ukraine-Krise für meine Bankguthaben?

In Bezug auf Ihre Geldanlagen auf Spar- und Girokonten hat sich nichts geändert. Dafür gibt es in Deutschland gesetzliche Sicherungssysteme (siehe auch Links unten).

Eine höhere Inflation und die aktuell bestehenden negativen Zinsen bewirken allerdings, dass Guthaben langsam aber sicher an Kaufkraft verlieren. Anlagen mit höheren Rediteaussichten, wie z.B. Investmentfonds, helfen hier weiter. In der derzeitigen Situation ist hier allerdings mit Wertschwankungen zu rechnen.

Um den richtigen Anlagemix für die individuellen Sparziele und entlang der persönlichen Risikoneigung zu finden, eignet sich ein Beratungsgespräch bei Ihrer VR-Bank Westmünsterland eG.

Was bedeutet die Situation für Wertpapieranlagen?

Der Überfall Russlands hat die Finanzmärkte überrascht und die Kurse an den internationalen Börsen haben erst einmal kräftig nachgegeben. Wir erwarten hier auch weiterhin hohe Schwankungsbreiten.

Für eine langfristige Anlagestrategie bieten sich hier Chancen, die wir Ihnen in einem Gespräch gerne näherbringen. Wir raten auf jeden Fall dazu, eine ruhige Hand zu bewahren und von Panikverkäufen abzusehen. Langfristig ist die Investition in Wertpapiere unbedingt richtig - negativ oder unverzinste Geldanlagen bei höherer Inflation bedeuten eine schleichende Entwertung der Anlagen.

Sind Gold oder Kryptowährungen eine bessere Alternative?

Das Edelmetall Gold scheint vielen Anlegern als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten. Da es als Rohstoff in der Produktion verwendet werden kann, verliert es trotz Preisschwankungen seinen Wert nie ganz. Der Nachteil: Für Gold gibt es weder Zinsen noch Dividenden. Auch ist der Goldkurs im Zeitverlauf sehr starken Schwankungen unterworfen.

Anleger sollten sich der enorm hohen Risiken von Investments in Kryptowährungen bewusst sein und sich nicht von Versprechen einer außergewöhnlich hohen Rendite blenden lassen. Oft stecke Betrug dahinter, warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin): "Das 'sichere, schnelle Geld' gibt es nicht". Investments in Kryptowerte wie Bitcoin, Ether und Co. seien hoch spekulativ und ebenso riskant. Es drohe möglicherweise der Totalverlust des eingesetzten Geldes, warnt die Behörde.

Welche Auswirkungen hat der Ausschluss Russlands aus SWIFT?


Das in Belgien ansässige Unternehmen SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) stellt die Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung, damit Finanzinstitute zum Beispiel länderübergreifend bargeldlose Transaktionen wie Überweisungen tätigen können.

Deutschland, die USA, Frankreich, Kanada, Italien, Großbritannien und die EU-Kommission haben als weitere Sanktionsmaßnahme den Ausschluss ausgewählter russischer Finanzinstitute aus SWIFT beschlossen. Damit werden diese russischen Banken von den internationalen Finanzströmen ausgeschlossen.

Können noch Zahlungen aus oder an Geschäftspartner in Russland oder Belarus abgewickelt werden?

Wenden Sie sich bei spezifischen Fragen zum Auslandszahlungsverkehr bitte an unsere  Außenhandelsspezialisten. Der Zahlungsverkehr erfolgt unter Beachtung der im Kontext des Krieges in der Ukraine geltenden Sanktionsvorgaben und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zahlungsverkehrssysteme.

Einstellung des Zahlungsverkehrs mit Bezug zu Russland, den besetzten Gebieten und Weißrussland

Die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard kündigten zudem am 5. und 6. März 2022 an, ihre Geschäfte mit Russland in den nächsten Tagen einzustellen. Kunden können mit von russischen Banken ausgestellten Visa- und Mastercard-Karten künftig nur noch in Russland bezahlen. Karten, die von nichtrussischen Banken ausgestellt wurden, funktionieren nicht mehr in Russland.

Darüber hinaus wurde seitens der DZ BANK entschieden, den Zahlungsverkehr mit Bezug zu Russland (inkl. der besetzten Gebiete Donezk, Luhansk und Krim) oder Weißrussland anzuhalten und einer gesonderten Entscheidung zuzuführen. Sofern die Prüfung ergibt, dass ein direkter oder indirekter Bezug zu o.g. Ländern nicht ausgeschlossen werden kann, werden diese Zahlungen seitens der DZ BANK retourniert. Diese Verfahrensweise gilt für ausgehende und eingehende Zahlungen unabhängig von der Währung bis auf Weiteres.

Desweiteren sind keine Verfügungen vom Rubel Konto oder Devisengeschäfte in Rubel mehr möglich.

Wie können Beträge an Empfänger in der Ukraine überwiesen werden?

Bitte melden Sie sich bei uns, wir unterstützen Sie dabei - schnell, unbürokratisch und kostengünstig.

Aktuell bestehen keine Sanktionen gegen die Ukraine. Technisch sind die Kreditinstitute erreichbar. Gleichwohl kann keine Aussage darüber getroffen werden, in welchem Umfang die Banken operativ tätig sind.

 


Spenden-Plattform Westmünsterland

Hilfe aus der Region für die Ukraine & ukrainische Flüchtlinge

Aus persönlicher Überzeugung und als Bank vor Ort stehen wir für ein friedliches, partnerschaftliches und verantwortungsvolles Miteinander ein.

Die vom Krieg bedrohten Menschen oder die, die auf der Flucht sind, benötigen dringend Hilfe. Eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ist bereits in Gang gesetzt. Informieren Sie sich hier, wie Sie helfen können - mit Geld- oder Sachspenden an Hilfsorganisationen aus der Region.



Warnung vor Betrug

in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine

Phishing-Warnungen

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Hier finden Sie aktuelle Warnhinweise und Infos über typische Tricks beim Phishing.

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