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Kreditklemme vor Ort verhindert
Bertelsmann-Studie: Genossenschaftsbanken sind Vertrauensanker/Einlagen von Unternehmen und privaten Sparern wachsen weiter „Die Deutschen sehen in den Genossenschaftsbanken einen wesentlichen Vertrauensanker, während das Vertrauen in unsere Gesellschaft mit ihren Institutionen weitgehend erschüttert ist“, zitiert Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, eine aktuelle Studie der Bertelsmannstiftung anlässlich des Jahrespressegesprächs der Bank im Sportschloss Velen. Baecker weiter: „Eine Genossenschaftsbank hat keine Alternative zur Nachhaltigkeit und bietet den Menschen über die Mitgliedschaft die Partizipationsmöglichkeiten, nach denen sie suchen.“ Die Entwicklung der VR-Bank im Jahr 2010 belege, dass man diese Verantwortung ernst nehme: Die Bilanzsumme der VR-Bank stieg um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.  v.l.: Vorstand Georg Kremerskothen, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker, Vorstand Manfred Ballensiefen und Bankdirektor Berthold te Vrügt. Kreditklemme vor Ort verhindert An mittelständische Firmenkunden hat die Bank im Jahr 2009 225 Millionen Euro neu ausgeliehen. Das entspricht einer Steigerung um 10 Millionen Euro oder 4,7 Prozent. Weit überdurchschnittlich entwickelte sich das Neukundengeschäft. An neue Kunden flossen 45 Millionen Euro. Das sind 36 Prozent mehr als 2008. „Vielfach sind andere Banken auch bei guten Adressen ausgestiegen, weil sie sich insgesamt vom Markt verabschieden oder ihre Engagements reduzieren müssen. Diese Banken haben sich übrigens zuvor vom Staat mit Steuergeldern retten lassen wegen ihrer ‚überragenden’ Bedeutung für die Kreditversorgung unseres Landes“, verdeutlicht Vorstandsmitglied Georg Kremerskothen die Auswirkung der Finanzmarktkrise auf das Wettbewerbsgefüge. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der genossenschaftlichen Bankengruppe liege angesichts solcher Zahlen offen zu Tage. Georg Kremerskothen: „Wir haben mehrfach aktiv eingegriffen, um drohende Kreditklemmen in Höhe von über 30 Millionen Euro zu verhindern.“ Besonders umfassend hat die VR-Bank Westmünsterland die landwirtschaftlichen Kunden begleitet. Die zunehmend schwankenden Märkte und neue Ertragschancen der Branche stehen bei der VR-Bank im Mittelpunkt. „Obwohl wir bei dieser Kundengruppe bereits traditionell stark engagiert sind, konnten wir unsere Kreditsumme bei Landwirten um 26 Prozent auf 128 Millionen Euro steigern“, so Kremerskothen. Zugleich vervierfachten sich die Fördermittelanträge für die Landwirtschaft auf 25 Millionen Euro. „Im Vordergrund standen nicht nur die Liquiditätshilfen; die Landwirte im Westmünsterland haben sich erneut als langfristig denkende Unternehmer erwiesen. Sie haben in den Ausbau ihrer Betriebe investiert.“ Private Finanzierungen nahmen ebenfalls erheblich zu: 5.000 Kundenwünsche konnten erfüllt werden – im Vorjahr waren es rund 4.000. Allein auf die Finanzierung von Solar- und Photovoltaik-Anlagen entfielen zehn Prozent der Kreditverträge in diesem Bereich. 25 Millionen Euro wurden an Privatpersonen mehr ausgeliehen. „Das entspricht einem Zuwachs von 32 Prozent auf über 100 Millionen Euro“, so Georg Kremerskothen. Die Ausleihungen der VR-Bank summieren sich auf 1,22 Milliarden Euro (plus vier Prozent). „Wir sind der Partner kleiner Handwerksbetriebe ebenso wie der Begleiter von großen mittelständischen Unternehmen mit mehreren hundert Arbeitsplätzen“, so Kremerskothen. Einschließlich vermittelter Kredite stellt die Bank 1,6 Milliarden Euro für gewerbliche und private Investitionen im Westmünsterland zur Verfügung.  Steuerentlastungen für Altersvorsorge nutzen Die Einlagen bei der VR-Bank zeichnen die untypische Wirtschaftslage nach. Öffentliche Haushalte halbierten ihre Einlagen bei der VR-Bank auf 22 Millionen, das Guthaben von Selbstständigen schmolz um 20 Prozent auf 87 Millionen Euro zusammen. „Viele Selbstständige haben Einlagen verstärkt für den laufenden Cash-Flow und Ersatzinvestitionen verwendet“, erläuterte Kremerskothen. „Gleichwohl stiegen die Einlagen bei der Bank insgesamt um 1,6 Prozent auf eine Milliarde Euro. Das zeigt, dass wir die erheblichen Einlagengewinne des Jahres 2008 halten und ausbauen konnten.“ Stark nachgefragt wurden das VR-Bank Sparkonto und das VR-Bank Wachstumsgeld. Herausragendes Interesse fand der von der Bank selbst gemanagte Fonds VR WESTMÜNSTERLAND IMMUNO Select. Das Volumen beträgt bereits über 100 Millionen Euro. „Das gesamte Kundenanlagevolumen wuchs um 4,0 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Hier standen vor allem die Altersvorsorge und das wieder anziehende Wertpapiergeschäft im Mittelpunkt“, fasste Kremerskothen zusammen. Er warb dafür, die Entlastungen aus dem Bürger-Entlastungsgesetz für die private Altersvorsorge zu nutzen: „Ein 30-jähriger Alleinstehender mit einem Bruttoeinkommen von 2.800 Euro spart jetzt mehr als 50 Euro Steuern im Monat. Wenn der Kunde diese Ersparnis geschickt z.B. in eine Rürup-Rente investiert, kann er sich auf eine Zusatzrente von bis zu 500 Euro monatlich freuen, ohne aktuell seinen Konsum einschränken zu müssen. Zukunft hat, wer Zukunft plant.“ [>Online-Rechner zum Bürger-Entlastungsgesetz] Kunden Orientierung geboten Die Summe aller Kundengeschäfte der Bank stieg um 3,2 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro. „Der Erfolg der Bank ist der Erfolg unserer 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen ist zu verdanken, dass wir unseren Mitgliedern und Kunden in schwierigen Zeiten Orientierung geben konnten. Von den 18 Auszubildenden des Abschlussjahrgangs 2009 konnte die Bank 14 für sich gewinnen. „Zugleich freuen wir uns auch über die Absolventen, die eine Banklehre als soliden Start nehmen und nun mit einem Studium ihre Ausbildung fortführen“, verdeutlichte der Vorstand die Perspektiven einer Banklehre. Im Sommer starten 16 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Bank. Das Geschäftsergebnis steigerte die Bank auf rund 7,5 Mio. Euro (Vorjahr 6,4 Millionen). Nach Steuern und Stärkung der Reserven will die Bank aus dem Jahresüberschuss eine Dividende von fünf Prozent und eine Bonusdividende von zwei Prozent an die 45.633 Mitglieder zahlen. > Pressebericht Radio Kiepenkerl (mp3-Datei, ca. 0,9 MB) > Pressebericht Radio Kiepenkerl (mp3-Datei, ca. 2,3 MB) > Pressebericht Radio WMW (mp2-Datei, ca. 1,5 MB) > Pressebericht Radio WMW (mp2-Datei, ca. 1,4 MB) > Pressebericht Radio WMW (mp2-Datei, ca. 1,9 MB) |
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